| Beschreibung der maßgeblichen Gründe |
Im Hanusch-Krankenhaus der ÖGK erfolgt seit dem Jahr 2012 die Überwachung der Patientensicherheit insbesondere bei kritischen Zuständen einheitlich durch das Patientenüberwachungssystem lntelliVue (inkl. des Zentralen Informationssystems PIC iX) vom Unternehmen Philips Healthcare GmbH. Dieses wurde nach Durchführung eines europaweiten offenen Verfahrens beauftragt (ABI.Nr. 2012/S 98-162600), womit hinsichtlich der Patientenüberwachung eine Systemwahl zugunsten von lntelliVue getroffen worden ist, die folgende hochkritische Fachdisziplinen umfasst: Aufwachräume und ICU der Abteilung für Anästhesieologie und lntensivmedizin, Aufwachräume der Endoskopie-Ambulanz, Dialyse-Kojen und Notaufnahme-Station (ZNA) der 1. Medizinischen Abteilung, Kardiologische Stationen und CCU der 2. Medizinischen Abteilung, Hamato-Onkologische Stationen der 3. Medizinischen Abteilung, Unfall-Stationen der Abteilung für Orthopadie und Traumatologie, Zentral-OPs und Aufwachraume, Unfall-OPs und Aufwachräume. Im Zuge der Umstellung der dezentralen auf eine zentrale Vernetzung der Überwachungszentralen für die Etablierung einer zentralen Datenweiterleitung in das Krankenhausinformationssystem ORBIS wurde im Jahr 2018 mit der Philips Healthcare GmbH zusätzlich auch ein zugehöriger Software Maintenance-Vertrag abgeschlossen. Vor diesem Hintergrund sollen nun die in Abschnitt III / Beschreibung aufgelisteten Komponenten beschafft werden. Im vorliegenden Fall liegt ein Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens Philips Healthcare GmbH vor, weil eine Kompatibilität/Interoperabilität zwischen den verschiedenen bestehenden und benötigten Produkten (bettseitige und tragbare Patientenmonitore, Klinische Parameter-Module, Zentrales Patientenüberwachungssystem PIC iX, Mobile Patientenüberwachungssysteme) im Hanusch-Krankenhaus nur mit dem Bestandsystem lntelliVue bzw. PIC iX hergestellt werden kann. Die dafür erforderlichen Komponenten werden ausschließlich vom Unternehmen Philips Healthcare GmbH vertrieben. Die bestehende Funktionssicherheit des Bestandssystems lntelliVue / PIC iX sowie die Zweckbestimmung und der bestimmungsgemäße Gebrauch der oben genannten Produkte (siehe auch MDR Anhang II. Abschnitt 1.1) kann aufgrund proprietärer Schnittstellen nur mit jeweils weiteren kompatiblen Produkten desselben Herstellers sichergestellt werden (beispielsweise der Companion-Betrieb zwischen bettseitigen und tragbaren Patientenmonitoren sowie die Einhaltung der NIS2-Richtlinie). Nach Durchführung einer europaweiten Internet-Marktrecherche über vergleichbare Produkte ist als Ergebnis festzuhalten, dass sonstige Fremdprodukte im Bereich der Patientenüberwachung aufgrund proprietärer Schnittstellen mit dem Bestandssystem nicht kompatibel sind und daher die benötigten technischen Anforderungen nicht erfüllen. Nach Durchführung einer europaweiten Internet-Marktrecherche über Alternativen oder Ersatzlösungen ist als Ergebnis festzuhalten, dass diese nicht in Frage kommen, weil im Zusammenhang mit dem bereits bestehenden Patientenüberwachungssystem aus Sicht der Patientenversorgung keine herstellerübergreifende Lösung zumutbar ist. Dies in erster Linie deshalb, da im hochkritischen Bereich der Patientenüberwachung eine inhomogene, (software-)wartungsintensive Systemlandschaft mehrerer Hersteller eine deutliche Erhöhung des Patientenrisikos darstellen würde. Zusätzlich wäre eine gesamtheitliche Umstellung auf einen alternativen Hersteller mit einem massiven finanziellen Mehraufwand verbunden. |